„Eine liebende Beziehung zu Gott und den Mitmenschen kann nicht verordnet werden... An die Stelle der Sonntagspflicht muss also ein „freiwilliges Muss“ treten, die Liebe zu Gott.“
Liebe Christen!
Noch ist die Osterfreude in uns lebendig und die Erstkommunion löste bei den Familien, in denen ein Kind diese feierte, freudige und lebendige Erinnerungen aus. Nach Pfingsten kommt nun der Sommer mit Grillparty, Biergarten und Baggersee. Da kann man sich fragen: Worauf freue ich mich, was bestimmt mein Leben? Der Glaube, das Kirchenjahr mit seinen Festen? – Wenn's für mich dran ist, schon. Aber immer seltener, die Verdunstung des Glaubens ist keine bloß gesellschaftliche Erscheinung, sie findet in den Herzen der meisten Gläubigen statt.
Eine liebende Beziehung zu Gott und den Mitmenschen kann nicht verordnet werden. So schrieb Erzbischof Burger im diesjährigen Fastenhirtenbrief. Und weiter: Das geistliche Leben ist Ausdruck einer Kirche, deren Mitglieder eine ganz persönliche Christusbeziehung haben. An die Stelle der Sonntagspflicht muss also ein „freiwilliges Muss“ treten, die Liebe zu Gott.
Jesus dürstet nach unserem Glauben, ER sehnt sich nach unserer Gegenliebe. ER weiß, dass wir nur auf dem Weg, den ER gegangen ist, ein Leben in Fülle finden können. ER will uns glücklich sehen und leidet darunter, dass „Die Liebe nicht geliebt wird“.
Am 7. Juni, dem Hochfest des Herzens Jesu, sind wir eingeladen, die Heilige Messe zu feiern, um uns vom unterkühlten aufklärerischen Glauben abzuwenden, hin zum Bewusstsein der liebenden Nähe Gottes zu jedem Menschen: Von einer Religion der Pflicht zur Religion der Liebe.