Was früher als „letzte Ölung“ bekannt war und mit den Sterbesakramenten verwechselt wurde, wird heute immer mehr von Menschen in Anspruch genommen, die sich von Gott Hilfe mitten im Leben erbitten, zum Beispiel vor einer größeren Operation. Ist der Krankheitsverlauf länger, kann die Krankensalbung auch mehrfach empfangen werden.
Dieses Sakrament gilt als eine befreiende Zusage Gottes. Daher kann es auch an Bewusstlose erteilt werden. Jedoch ist es vorzuziehen, dass der oder die Kranke bei Bewusstsein ist und den Empfang bejahen kann. Dafür sollten Angehörige der oder des Kranken bereits im Vorfeld sorgen.
In letzter Zeit wird die Krankensalbung oft im Rahmen eines Gottesdienstes oder einer heiligen Messe gespendet, zu der viele Kranke kommen können. Ihnen werden die Hände aufgelegt, es wird über sie gebetet und sie werden mit dem Krankenöl gesalbt, das jedes Jahr in der Woche vor Ostern in der sogenannten Chrisammesse vom Bischof geweiht wird.